bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

CSU-Landtagsfraktion verweist auf höhere Zahl an Professorinnen auch ohne Quotenregelung

Frauenanteil an bayerischen Professuren zwischen 1994 und 2013 um über 230 Prozent gestiegen

Donnerstag, 13 Oktober 2016 20:25
Frauenanteil an bayerischen Professuren zwischen 1994 und 2013 um über 230 Prozent gestiegen Frauenanteil an bayerischen Professuren zwischen 1994 und 2013 um über 230 Prozent gestiegen

München - Nach Auffassung der CSU-Landtagsfraktion zeigt Bayern im deutschlandweiten Vergleich überproportionale Steigerungen des Frauenanteils auf allen Qualifikationsebenen. Das belege ein jetzt veröffentlichter Bericht der Staatsregierung zum Frauenanteil an bayerischen Professuren, erklärten die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig und Michaela Kaniber.

Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Landtagsfraktion, und Michaela Kaniber, zuständige Berichterstatterin im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, verwiesen auf die absoluten Zahlen. So sei der Frauenanteil an den Professuren in Bayern zwischen 1994 und 2013 um über 230 Prozent gestiegen, während die Steigerungsrate im Bundesdurchschnitt lediglich bei 184 Prozent lag. 

„Das heißt: Die Hochschulen in Bayern beschreiten ganz verschiedene, erfolgreiche Wege, um mehr Frauen zu berufen oder mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen“, so Kaniber. Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium ausgeschriebenen Professorinnenprogramms habe der Freistaat ebenfalls überdurchschnittlich abgeschlossen. 

Beide CSU-Politikerinnen sehen sich in ihrer Ablehnung „von oben verordneter Zwangsmittel“ wie einer gesetzlichen Zielquote und einer geschlechtergerechten Zusammensetzung von Berufungsausschüssen bestätigt. 

„Solche Zwangsmittel widersprechen unserer Art von Politik, nämlich dem kooperativem Miteinander zwischen Hochschulen und Staatsregierung und der Achtung vor der Eigenverantwortung der Hochschulen“, betonte Eiling-Hütig. Auch die Hochschulverbünde „Universität Bayern“ und „Hochschule Bayern“ hätten sich eindeutig gegen die Einführungneuer gesetzlicher Regelungen ausgesprochen und setzten vielmehr auf einen eigenständigen Umgang mit dem Thema Gleichstellung. 

Die Kritik von SPD und Grünen im Bayerischen Landtag, dass die bisherigen Zielvereinbarungen ein„zahnloser Tiger“ seien, wies Eiling-Hütig zurück. „Die Behauptungen der Opposition werden auch nicht dadurch richtiger, dass sie ständig wiederholt werden.“

Artikel bewerten
(6 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten