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800 Gäste bei AfD-Veranstaltung in Niederbayern

FPÖ-Chef HC Strache begeistert beim politischen Aschermittwoch der AfD mit Moslem-Witz

Freitag, 03 März 2017 23:49
FPÖ-Chef HC Strache begeistert beim politischen Aschermittwoch der AfD mit Moslem-Witz Quelle: Alternative für Deutschland Landesverband Bayern

Osterhofen - Mehr als 800 Gäste und 70 Pressevertreter aus Deutschland und Österreich waren nach Osterhofen gekommen, um beim politischen Aschermittwoch der bayerischen AfD eine deftige Abrechnung mit den politischen Gegnern zu erleben.

Neben der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry und dem bayerischen AfD-Chef Petr Bystron brachte Ehrengast Heinz-Christian Strache die Parteianhänger bei Bier und Blasmusik in Stimmung. Der FPÖ-Chef bezeichnete sich als „ehrlichen Freund und Unterstützer“ der AfD, die vor etwa einem Jahr mit der FPÖ eine „Blaue Allianz“ geschmiedet hat.

Gewohnt hemdsärmelig ging der Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) ans Rednerpult und machte sich gleich über das „Kasperltheater“ der politisch ausgekungelten Bundespräsidentenwahl lustig. Er warnte vor den „Brüsseler Diktatoren“ und warf der CSU vor, zwar verbal auf den Putz zu hauen, aber alle Fehlentscheidungen der CDU mitzutragen. Seine launige Warnung: „Die Schwarzen lügen die ganze Woche, und am Sonntag gehen sie beichten.“ 

Heinz-Christian Strache attestierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz „gute Nehmerqualitäten“ – das gelte aber nur beim Geld, das er als EU-Parlamentspräsident gescheffelt habe. Die EU werde von den etablierten Parteien „wie eine Ersatzreligion verehrt und jede Kritik daran wie Gotteslästerung empfunden“. Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen bescheinigte er ein so schlechtes journalistisches Niveau, „dass man keine GEZ-Gebühren mehr bezahlen muss, denn da reichen schon die Müllgebühren“. 

Dann ging der FPÖ-Matador auf Wohnungsprobleme in Ballungsräumen ein und sagte: „Willst Du eine Sozialwohnung haben, musst Du ein Kopftuch tragen.“ Strache verurteilte den Islamismus als neuen „Faschismus“ und betonte, der Kölner Dom dürfe niemals zur Moschee werden. Die derzeitige „Völkerwanderung“ bezeichnete der Österreicher als „gelebten Irrsinn“ und forderte ein Verbot sowohl des politischen Islam als auch der Wahlkampfveranstaltungen von türkischen Politikern auf deutschem Boden. 

Getragen von einer Welle der Sympathie und Zustimmung legte Strache mit einem Moslem-Witz nach. Vor begeistertem Publikum sagte er in Osterhofen: „Wie nennt man das, wenn sich viele Menschen einer Volksgruppe in einem Ort einer fremden Stadt niederlassen? Bei Italienern ‚Little Italy‘, bei Chinesen ‚Chinatown‘ und bei Moslems ‚No-Go-Area‘.“ Dann nahm der Chef der Freiheitlichen, der nach der nächsten österreichischen Nationalratswahl Bundeskanzler werden will, auch noch die Redensart von den „ausländischen Fachkräften“ aufs Korn und ätzte, dass alle Maßstäbe verrutscht seien, wenn ein „syrischer Fußpfleger als Orthopäde“ akzeptiert werde.

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