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Bayerische Behörden weisen auf Versicherungspflicht beim Betrieb von Drohnen hin

Drohnenpiloten ohne Versicherungsnachweis droht Geldbuße bis zu 50.000 Euro

Freitag, 30 September 2016 23:05

München/Ansbach - Die Bezirksregierungen von Oberbayern und Mittelfranken haben in einer gemeinsamen Erklärung darauf hingewiesen, dass auch dann die wesentlichen Regeln des Luftverkehrsrechts gelten, wenn eine sogenannte Drohne ausschließlich zu Freizeitzwecken genutzt wird.

Zu diesen Regeln gehöre auch der Abschluss einer ausreichenden Haftpflichtversicherung. Werde ein Drohnen-Steuerer ohne Versicherungsnachweis angetroffen, drohe ihm nach dem Luftverkehrsgesetz eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro. Dies gelte insbesondere für die gewerbliche Nutzung einer Drohne. Die Regierungen von Oberbayern und Mittelfranken haben nach entsprechenden Hinweisen der Polizei bereits Bußgeldverfahren eingeleitet. 

Der Betrieb von Drohnen nimmt immer mehr zu: Bei privater Nutzung spricht die Luftverkehrsordnung (LuftVO) von Flugmodellen, bei gewerblicher Anwendung von unbemannten Luftfahrtsystemen. 

Der Betrieb einer Drohne unterliegt – unabhängig vom Nutzungszweck – der Versicherungspflicht. Deshalb wird Betreibern seitens der oberbayerischen und mittelfränkischen Bezirksregierung empfohlen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, damit im Schadensfall eine ausreichende Deckungssumme vorhanden ist. Die private Haftpflichtversicherung deckt das häufig nicht ab. 

Deshalb kann der Abschluss einer speziellen „Drohnenversicherung“ nach Auffassung der Behörden sinnvoll sein. Sie raten allen Drohnenpiloten, vor dem Aufstieg ihres Luftfahrzeugs den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen. Eine Versicherungsbescheinigung sei beim Betrieb der Drohne immer mitzuführen.

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