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Bayerische Landesvorsitzende Corinna Miazga zeigte sich enttäuscht

Dr. Alice Weidel zur neuen AfD-Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg gewählt

Donnerstag, 20 Februar 2020 19:18
Dr. Alice Weidel führt nun auch den Landesverband der AfD in Baden-Württemberg Dr. Alice Weidel führt nun auch den Landesverband der AfD in Baden-Württemberg Quelle: BAYERN DEPESCHE

Stuttgart - Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Alice Weidel, ist beim Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg in Böblingen zur neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Mitglieder des Landesverbands wählten Weidel am Samstag mit 54 Prozent der Stimmen. 547 der anwesenden Mitglieder stimmten für Weidel, 419 (41 Prozent) für ihren Kontrahenten, den bisherigen Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Dirk Spaniel.

Sonderparteitag soll interne Machtkämpfe beenden

Der Landesvorstand war zuvor ein Jahr von einer Doppelspitze aus Dirk Spaniel und Fraktionschef Bernd Gögel geführt worden. Innerhalb des Duos gab es lähmende Machtkämpfe. Die meisten Vorstandsmitglieder kritisierten Spaniels konfrontativen Stil, sprachen von unerträglichen Intrigen. Sie traten geschlossen zurück um ein neues Gremium zu wählen, und die Führungskrise zu lösen.

Schützenhilfe aus Bayern

Die bayerische Landesvorsitzende Corinna Miazga (34) schlug sich hingegen auf die Seite von Spaniel und unterstützte tagelang dessen Wahlkampf. Entsprechend enttäuscht zeigte sich die in Niederbayern lebende Niedersächsin nach der Niederlage – auf Facebook schrieb sie, das Ergebnis hätte nicht schlechter sein können.

Die Baden-Württemberger hoffen indes auf eine Beruhigung der Lage unter dem neuen Landesvorstand. Nach den Querelen hatten mehrere Kreisverbände auf den Sonderparteitag gedrängt. Weidel rief in ihrer Bewerbungsrede den bisher zerstrittenen Landesverband zu Einigkeit auf und versprach, alle Strömungen einzubinden.

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