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"Make America great again“

Donald Trump mit echten Chancen auf US-Präsidentschaft! Ließ Hillary Clinton gegen Bernie Sanders intrigieren?

Dienstag, 26 Juli 2016 17:04
Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Quelle: de.wikipedia.org | Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA - 20160208-DSC08078 | CC BY 2.0

Washington - Der Parteitag der Republikaner kürte den Immobilien-Tycoon Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten in den USA. In seiner Rede zur Annahme der Nomination malte Donald Trump eher ein derzeit düsteres Bild von Amerika und sprach sogar von einem „Belagerungszustand“ und „Jammertal“.

Trump will „Recht und Ordnung" wiederherstellen. „Amerika zuerst“.  Mit ihm als Präsidenten stehe das amerikanische Volk an erster Stelle. Donald Trump träumt von einem großen, starken Amerika. Wie er das letztendlich erreichen will, mag seinen Ausführungen weniger entnommen werden. Für Amerika nachteilige Handelsabkommen wähnt er aufzukündigen. 

Die deutsche Wirtschaft mutmaßte bereits beunruhigt ein Scheitern des Freihandelsabkommens TTIP. An der mexikanischen Grenze lasse er eine „Mauer“ errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Sein Kampf gilt der Kriminalität im Lande und von außen gegen Amerika. In außenpolitischen Fragen drückt sich Trump bislang unklar aus. Einerseits soll sich Amerika weniger militärisch im Ausland einmischen, andererseits beklagt er, dass die „ISIS Barbaren“ noch nicht besiegt und vernichtet sind. Auch die Antwort, wie er „Amerika wieder reich machen will“ bleibt Trump vorerst schuldig.

Nach einer neuesten Umfrage (Quelle: CNN) liegt Trump erstmals vor Hillary Clinton, Kandidatin der Demokraten. 44 Prozent wollen, wäre jetzt Wahltag, Donald Trump ihre Stimme geben. Hillary Clinton kommt auf 39 Prozent landesweit. Der eher libertäre Unabhängige Gary Johnson bekäme 9 Prozent an Zuspruch. 

Es zeichnet sich ein spannender Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton um die Präsidentschaft ab.

Schweren Schaden fügte dem vormals so siegessicheren Wahlkampf von Hillary Clinton eine Intrigenaffaire gegen den innerparteilichen Konkurrenten Bernie Sanders zu. So habe Debbie Wasserman Schultz, Parteichefin der Demokraten, im Vorwahlkampf in Kentucky und West Virginia Zweifel am jüdischen Glauben Sanders streuen lassen. 

Hacker, die nach Informationen der NEW YORK TIMES im Umfeld russischer Nachrichtendienste vermutet werden, hatten 19.252 Mails vom Parteiserver über die Enthüllungsplattform Wikileaks publiziert. Darin spiegelt sich ein Netz der Intrigen aus dem Wahlkampfteam Clintons gegen den Sozialisten Bernie Sanders, der eigentlich nur Aussenseiterchancen hatte, Hillary Clinton aber gefährlich wurde. Da wirbt Donald Trump um die ehrlichen Stimmen der Unterstützer von Bernie Sanders. Unter der weißen Bevölkerung ohne Hochschulabschluss führt Donald Trump in Umfragen mit 62 Prozent zu nur 23 Prozent für Hillary Clinton. Genau in dieses Lager wollte Bernie Sanders für die Demokraten stoßen. Nun scheinen "Swing-States" wie Ohio ins Lager von Donald Trump zu wechseln. 

Der streitbare Filmemacher und Linksaktivist Michael Moore fasste die Chancen der inzwischen immer unbeliebteren Hillary Clinton so zusammen: "Ich habe niederschmetternde Neuigkeiten für Sie: Donald J. Trump wird im November gewinnen."

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