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Moderate Hessin folgt auf Andreas Kalbitz

Die Wahl von Joana Cotar in den Bundesvorstand der AfD war auch eine Klatsche für die hartgesottenen Rechten im Landesverband Bayern

Sonntag, 29 November 2020 22:06
Joana Cotar rückt in Nachfolge für Andreas Kalbitz in den Bundesvorstand der AfD auf. Joana Cotar rückt in Nachfolge für Andreas Kalbitz in den Bundesvorstand der AfD auf. Quelle: BAYERN DEPESCHE

Kalkar - Die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar (Jahrgang 1973) wurde am Wochenende beim Parteitag der AfD im nordrhein-westfälischen Kalkar in Nachfolge des aus der Partei ausgeschlossenen Andreas Kalbitz in den Bundesvorstand gewählt.

Damit gewann AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen wohl eine weitere Verbündete im obersten Parteigremium, denn Cotar gilt ganz anders als Andreas Kalbitz als vernünftig in der Sache und besonnen im Ton.

Während viele Medien ein Bild vom AfD Parteitag zeichnen als ob Jörg Meuthen beinahe allein auf weiter Flur vor allem durch den Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag Alexander Gauland und dem Bundestagsabgeordneten Stefan Brandner schroff abgekanzelt wurde, zeichnet dies Wahlergebnis ein ganz anderes Bild. Jörg Meuthen hat nun eine stabile Mehrheit gegen Gauland, Weidel und Brandner im Bundesvorstand. Zudem steht ihm Rüdiger Lucassen als wichtigster Landesvorsitzender der AfD (NRW) eng zur Seite.

Für die AfD Bayern bedeutet dies wohl auch, dass gemäßigtere Kräfte nicht vor den lautstarken Rechten innerhalb der Partei kuschen sollten, so erklärt es ein Bundestagsabgeordneter nun gegenüber BAYERN DEPESCHE: „Die Zeit für Kalbitz, Ebner-Steiner oder Höcke endet, dessen muss man sich bewusst sein!“

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