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Zahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle soll deutlich reduziert werden

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant Wegfahrsperre für Alkoholtrinker

Donnerstag, 22 September 2016 01:59
Alexander Dobrindt, CSU Alexander Dobrindt, CSU Quelle: Bundesregierung / Kugler

Berlin - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will dafür sorgen, dass Alkoholsünder in naher Zukunft durch eine automatische Autosperre am Fahren gehindert werden. Nach diesen Plänen soll ein Wagen nur noch dann starten können, wenn eine vorherige Atemmessung Entwarnung gegeben hat.

Wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet, prüft das Bundesverkehrsministerium derzeit die Rechtsgrundlagen zur Einführung derartiger Wegfahrsperren vor, durch die das Starten des Motors ist ohne vorherige Alkoholmessung nicht mehr möglich ist.

Am Dienstag beschloss das Bundeskabinett den Unfallverhütungsbericht, dessen Anliegen es auch ist, neue Wege gegen Trunkenheit am Steuer aufzuzeigen. 

Der Sprecher für Verkehr und digitale Infrastruktur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange, begrüßte es, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt technische Methoden untersuchen lässt, um die Zahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle zu reduzieren.

„Wer massiv auffällig geworden ist oder sich als Wiederholungstäter unbelehrbar zeigt, muss auch technisch davon abgehalten werden können, alkoholisiert zu fahren“, betonte Ulrich Lange. „Wir begrüßen daher die Überlegung, für alkoholauffällige Fahrer Alkohol-Interlock-Systeme einzusetzen. Damit kann der Motor erst gar nicht gestartet werden, wenn der Fahrer getrunken hat.“ Wegfahrsperren könnten die vielfältigen Ansätze zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit sinnvoll ergänzen, meinte der Bundestagsabgeordnete.

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