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Bayern stemmte mit 5,821 Milliarden Euro mehr als die Hälfte aller Ausgleichszahlungen

Bundesfinanzministerium: Bayern bleibt mit Abstand größter Zahler im Länderfinanzausgleich

Freitag, 24 März 2017 04:21

Berlin/München - Nach endgültigen Zahlen des Bundesfinanzministeriums flossen 2016 im Rahmen des Länderfinanzausgleichs 10,62 Milliarden Euro an die finanzschwachen Bundesländer. Damit stieg die Umverteilungssumme gegenüber 2015 um gut eine Milliarde Euro auf ein neues Rekordhoch.

Der Freistaat Bayern war auch im vergangenen Jahr der mit Abstand größte Geldgeber. Laut dem aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums stemmte er mit 5,821 Milliarden Euro mehr als die Hälfte aller Ausgleichszahlungen. Weitere Zahler waren Baden-Württemberg mit 2,538 Milliarden Euro und Hessen mit 2,261 Milliarden Euro. 

Größtes Empfängerland war wieder einmal das finanziell angeschlagene Berlin. Die seit Langem SPD-regierte Hauptstadt erhielt 3,919 Milliarden Euro aus dem Topf des Länderfinanzausgleichs. 

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte schon im Januar Reformen angemahnt: „Diese Zahlen unterstreichen erneut sehr deutlich den Reformbedarf. Wir wollen, dass mehr von dem in Bayern verdienten Geld auch in Bayern bleibt.“ 

Der bisherige Länderfinanzausgleich läuft im Jahr 2019 aus. Erst 2020 werden die Finanzverhältnisse zwischen dem Bund und den Ländern neu geregelt. Bayern will dann auf eine deutliche Entlastung für sich drängen.

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