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Ende 2016 gab es bayernweit 93.215 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Bruttoausgaben für Asylbewerber in Bayern auf 1,45 Mrd. Euro gestiegen

Dienstag, 27 Juni 2017 20:31

München - Ende letzten Jahres gab es in Bayern 93.215 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Dieser Rückgang von 26 Prozent gegenüber 2015 hängt mit der hohen Zahl positiver Asylbescheide zusammen. Anerkannte Asylbewerber erhalten nämlich keine Leistungen mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern beziehen bei Nichterwerbstätigkeit Hartz IV nach dem Sozialgesetzbuch II und tauchen in keiner AsylbLG-Statistik auf. Die Zahl von 93.215 Leistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erfasst somit längst nicht die Gesamtzahl der in Bayern staatlich alimentierten Asylbewerber.

Von den Regelleistungsempfängern waren 65.284 und somit gut zwei Drittel männlich und 27.931 weiblich.Ende letzten Jahres lebten 7.582 von ihnen in einer Aufnahmeeinrichtung. Die restlichen 85.633 waren zum Stichtag entweder in einer Gemeinschaftsunterkunft oder dezentral in eigenen Wohnung untergebracht.

Zudem wurden im Laufe des Jahres 2016 in 24.191 Fällen besondere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt. Dazu heißt es im AsylbLG: „Sonstige Leistungen können insbesondere gewährt werden, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung des Lebensunterhalts oder der Gesundheit unerlässlich, zur Deckung besonderer Bedürfnisse von Kindern geboten oder zur Erfüllung einer verwaltungsrechtlichen Mitwirkungspflicht erforderlich sind.“

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Bruttoausgaben für die Asylbewerber im letzten Jahr bei 1,45 Milliarden Euro und waren somit deutlich höher als 2015.

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