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Partei will sich erst bekannter machen und ihr Profil schärfen

Bernd Luckes Liberal-Konservative Reformer (LKR) treten nicht zur Bundestagswahl an

Donnerstag, 22 Juni 2017 19:41
Bernd Lucke (LKR) Bernd Lucke (LKR) Quelle: LKR

Verden an der Aller - Im Vorfeld des Bundesparteitags der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) am 17. Juni wurde in Parteikreisen sogar eine Auflösung der bei Wahlen chronisch erfolglosen Kleinstpartei nicht ausgeschlossen.

Dazu ist es auf dem Parteitag in Verden an der Aller zwar nicht gekommen. Dafür haben 80 stimmberechtigte Mitglieder beschlossen, dass die Partei nicht zur Bundestagswahl am 24. September antritt, obwohl Parteigründer Bernd Lucke als Spitzenkandidat für die Liberal-Konservativen Reformer ins Rennen gehen wollte.

Detlef de Raad, LKR-Landeschef in Sachsen-Anhalt, begründete den Nichtantritt mit den katastrophalen Stimmenanteilen bei den jüngsten Landtagswahlen: „Wir haben beschlossen, dass es sinnvoller ist, die Mittel der Partei und die Arbeitskraft in die politische Arbeit zu stecken.“ Die deutschlandweit etwa 2.000 Mitglieder zählende Partei will sich vor neuen Wahlantritten erst einmal bekannter machen und ihr politisches Profil schärfen. 

Nach seinem Bruch mit der AfD infolge des Essener Parteitags im Jahr 2015 gründete Bernd Lucke zunächst die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA). Wegen eines Namensstreits nannte sich die Partei später in Liberal-Konservative Reformer um. Durch Übertritte von AfD-Mandatsträgern gehören den LKR derzeit einige Kommunalpolitiker, ein Abgeordneter der Bremer Bürgerschaft sowie fünf Europaabgeordnete an. Seit November 2016 ist der Rechtsanwalt Christian Kott Bundesvorsitzender.

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