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In Bayern leben derzeit rund 11.600 Menschen mit dem HI-Virus

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnt Jugendliche vor AIDS-Gefahr

Donnerstag, 01 Dezember 2016 00:31

Bamberg - Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) insbesondere junge Leute davor gewarnt, das Ansteckungsrisiko mit AIDS zu unterschätzen. Bei einer Präventionsvorlesung für Schülerinnen und Schüler in Bamberg sagte sie: „Die Therapiemöglichkeiten bei AIDS haben sich zwar verbessert. Aber diese Immunschwächekrankheit ist immer noch unheilbar. Deshalb ist es wichtig, sich vor eine Infektion mit dem HI-Virus zu schützen.“

In Bayern leben derzeit rund 11.600 Menschen mit dem HI-Virus. Rund 9.400 der Betroffenen sind Männer und etwa 2.200 Frauen. Nach Experten-Schätzungen haben sich im vergangenen Jahr fast 390 Menschen in Bayern neu mit dem HI-Virus infiziert. Damit stagniert die Zahl der Neuinfektionen gegenüber dem Vorjahr.

Huml verwies darauf, dass nur noch jeder Siebte der 16- bis 20-Jährigen AIDS für eine der gefährlichsten Krankheiten hält und sagte: „Mit wachsender Sorglosigkeit sinkt auch die Bereitschaft, sich zu schützen. Das ist fatal. Mit Aktionen wie der heutigen Präventionsvorlesung soll gegengesteuert werden.“

Zu der Veranstaltung waren die Schüler des Clavius Gymnasiums und des Dientzenhofer Gymnasiums Bamberg eingeladen. Es handelte sich um die Präventionsvorlesung „Risiken der HIV-Infektion und sexuell übertragbarer Krankheiten“ von Dr. Stefan Zippel, dem Leiter der AIDS-Beratungsstelle der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München.

Huml dankte Zippel, der mit seiner Vorlesungsreihe Jugendliche in ganz Bayern für die Gefahren von AIDS sensibilisiere. Die Ministerin betonte: „Allein in diesem Jahr werden rund 30.000 junge Menschen die Vorlesung gehört haben. Insgesamt waren es seit 2003 mehr als 1.000 Veranstaltungen. Heute hat daran der 200.000ste Schüler teilgenommen.“

Seit 1987 hat der Freistaat rund 140 Millionen Euro in die HIV-Prävention, -Aufklärung und -Beratung investiert. Derzeit sind es rund 3,5 Millionen Euro jährlich.

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