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Kooperation zwischen Gesundheitsministerium und Bayerischem Fußball-Verband

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ruft zu mehr Organspenden auf

Montag, 09 Januar 2017 19:04
Organspendeausweis Organspendeausweis Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

München - Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml wird im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband verstärkt für Organspenden werben. „Eine Organspende kann Leben retten. Deshalb freue ich mich, dass wir für dieses wichtige Thema den Bayerischen Fußball-Verband als Partner gewinnen konnten“, sagte die CSU-Politikerin.

Der Bayerische Fußball-Verband ist bereits Mitglied im „Bündnis Organspende Bayern“, das am 14. März 2016 vom bayerischen Gesundheitsministerium mit Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegründet wurde und rund 60 Mitglieder zählt. In diesem Jahr soll die Kooperation mit den Fußball-Vertretern noch ausgebaut werden. So wird es ein Spielwochenende in ganz Bayern unter dem Motto „Organspende“ geben. 

Huml unterstrich: „Ziel ist es, sowohl medial als auch vor Ort möglichst viele Menschen mit dem Thema Organspende in Berührung zu bringen. Fußball hat eine hohe gesellschaftliche Integrationskraft. Dies möchten wir nutzen, um das Thema Organspende bayernweit in die Fläche zu bringen.“ Rund 4.000 bayerische Vereine unterhalb der Profi-Ligen würden sich hinter das Thema stellen. 

Am letzten April-Wochenende und am 1. Mai 2017 finden etwa 3.000 Spiele der Männermannschaften sowie Spiele der Frauen- und Jugendmannschaften statt. Zum Abschluss des Spielwochenendes überträgt der Sender SPORT 1 am 1. Mai 2017 live um 20.15 Uhr das Spiel Burghausen gegen Unterhaching unter dem bekannten Motto, das Menschen zur Ausstellung einesOrganspendeausweises animieren soll. 

Die Gesundheitsministerin führte dazu aus: „Allein in Bayern warten derzeit mehr als 1.500 Menschen auf ein Spenderorgan. Deshalb ist es wichtig, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende beschäftigen. Wer eine klare Entscheidung trifft und in einem Organspendeausweis dokumentiert, entlastet seine Angehörigen in sehr schweren Stunden.“ 

In den ersten neun Monaten des letzten Jahres gab es im Freistaat 92 postmortale Organspender. Das sind 16 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

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