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Vorbereitungen für Bundestagswahlkampf angelaufen

Bayerns AfD-Chef Petr Bystron freut sich über täglich zehn neue Mitgliedsanträge

Samstag, 22 Oktober 2016 15:06
Petr Bystron führt die AfD Bayern Petr Bystron führt die AfD Bayern Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Die Wahlerfolge bei den diesjährigen Landtagswahlen und die anhaltend hohen Umfragewerte auf Bundesebene bescheren auch dem bayerischen Landesverband der AfD ein deutliches Mitgliederwachstum.

Ein Jahr nach der Neuwahl des Landesvorstandes zieht der Vorsitzende Petr Bystron eine positive Bilanz. Die Bayern-AfD zähle aktuell mehr als 3.500 Mitglieder. 400 Aufnahmeanträge befänden sich noch in der Bearbeitung und täglich gingen zehn neue ein.

Die AfD ist im Freistaat mit über 50 Kreisverbänden flächendeckend vertreten. Dem Landesverband zufolge ist die Partei in München, Oberbayern und Schwaben am besten aufgestellt und plant derzeit eine Unterteilung großer Kreisverbände in kleinere Einheiten. Zudem werde die Gründung weiterer Ortsverbände vorbereitet.

Bayern gehört zu den größten Landesverbänden der AfD. Deutschlandweit hat die Partei nach eigenen Angaben 23.500 Mitglieder und zählt 146 Abgeordnete in zehn Landtagen, zwei Europaabgeordnete und über 700 kommunale Mandatsträger.

„Wir haben uns in den vergangenen zwölf Monaten neu aufgestellt und erfolgreich konsolidiert“, sagt Bystron mit Blick auf einige Austritte nach dem Abgang Bernd Luckes. Jetzt konzentriere man sich auf die Vorbereitungen für den Bundestagswahlkampf und die Nominierung der Kandidaten. Bei den derzeitigen Umfragewerten von etwa fünfzehn Prozent im Bund rechne die AfD mit hundert Abgeordneten im nächsten Bundestag. Schätzungsweise ein Dutzend von ihnen könnte aus Bayern kommen.

Bystron verweist auf den Ausbau der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie den Erfolg der Online-Präsenz des Landesverbandes. Die Verbände der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) seien im gesamten Freistaat präsent. Bundesweit habe die JA rund 1.000 Mitglieder, davon zwölf Prozent in Bayern. Mit der Campus Alternative (CA) fasse die AfD auch in den Hochschulen zunehmend Fuß, so der Landeschef. Die alternativen Hochschulgruppen gebe es mittlerweile in Augsburg, Bamberg, Bayreuth sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Unter Federführung der Bayern wurde die Zusammenarbeit der AfD mit österreichischen und tschechischen Gleichgesinnten im Rahmen der „Blauen Allianz“ ausgebaut. Regelmäßige Treffen mit Vertretern der FPÖ sowie der tschechischen Freiheitlichen sollen dem Informationsaustausch dienen.

Dem gleichen Zweck dient auch das AfD-nahe Mittelstandsforum, das Mittelständler, Handwerker und Landwirte an die Partei binden soll.

Den Mitgliedern spricht Petr Bystron ein großes Lob aus: „AfD-Mitglieder sind im Vergleich zu anderen Parteien überdurchschnittlich stark politisch motiviert und daher bereit, sich zu engagieren.“ Er blicke deshalb zuversichtlich auf die Entwicklung der bayerischen AfD und die bevorstehenden Wahlkämpfe im Freistaat: 2017 für den Bundestag, 2018 für den Landtag, 2019 für das Europaparlament und 2020 für die Kommunalwahlen.

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