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Freistaat schultert rund 55 Prozent des Umverteilungsvolumens zwischen den Bundesländern

Bayern zahlte 2016 für Länderfinanzausgleich Rekordsumme von fast sechs Milliarden Euro

Donnerstag, 19 Januar 2017 23:21

München - Die Zahlungen des Freistaates Bayern für den Länderfinanzausgleich erreichten im letzten Jahr mit 5,82 Milliarden Euro eine neue Rekordhöhe. Das entspricht einer Steigerung um fast sieben Prozent, wie das Finanzministerium in München errechnet hat.

Werden der Länderfinanz- und der Umsatzsteuerausgleich addiert, musste Bayern 2016 sogar mehr als acht Milliarden Euro zur Stützung „armer“ Bundesländer aufbringen. 

Mit der Summe von 5,82 Milliarden Euro schultert der Freistaat derzeit rund 55 Prozent des Umverteilungsvolumens zwischen den Bundesländern. Größtes Empfängerland war wieder einmal das finanziell angeschlagene Berlin. Die Gesamtsumme des Länderfinanzausgleichs hat im letzten Jahr mit 10,62 Milliarden Euro erstmals die Zehn-Milliarden-Schallmauer durchbrochen. 

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) mahnte deshalb Reformen an: „Diese Zahlen unterstreichen erneut sehr deutlich den Reformbedarf. Wir wollen, dass mehr von dem in Bayern verdienten Geld auch in Bayern bleibt.“ 

Die Finanzverhältnisse zwischen dem Bund und den Ländern werden erst ab dem Jahr 2020 neu geregelt und sollen Bayern eine Entlastung bringen.

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