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Rekordverstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Bayern unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) enorm restriktiv in Coronakrise

Montag, 30 März 2020 15:32
Bayern unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) enorm restriktiv in Coronakrise Quelle: Polizei Bayern

München – Obwohl man Wohnungen oder Privathäuser nur aus „triftigen Gründen verlassen darf“ zog es wetterbedingt zahlreiche Münchner am Wochenende hinaus aus ihren Wohnungen – nicht nur um am Sonntag wählen zu gehen, was natürlich gestattet war. Bereits am Samstag gingen bei der Polizei München so viele Anzeigen ein, wie noch nie seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am 21. März 2020.

Polizeibeamte im Dauereinsatz

Bei mehr als 7000 Kontrolle, welche von den Beamten bis Sonntagmorgen durchgeführt wurden, kam es laut Mitteilung des Polizeipräsidiums zu 344 Anzeigen, wobei sich bis auf wenige Ausnahmen alle gegen Personen richteten, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Wie ein Polizeisprecher mitteilte hielten sich in München wegen des schönen Wetters besonders viele Menschen an der Isar und in den Parks auf.

Bayern restriktiver als andere Bundesländer

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte die in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern restriktiveren Maßnahmen da „Appelle allein nicht reichen“. Das liegt wohl auf der Hand, denn ansonsten brächten wir generell überhaupt keine Strafgesetze, sondern nur Appelle. Die Maßnahmen in der jetzigen Form sollen vorläufig noch bis 3. April gelten, wer sich daran nicht hält, hat nach wie vor mit einem Bußgeld ab 150 zu rechnen. Ausnahmen wie, Arztbesuche, notwendige Einkäufe und Wege in Zusammenhang mit beruflichen Tätigkeiten bleiben bestehen.

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