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Zahl der Verkehrstoten soll weiter reduziert werden

Bayern gibt bis 2020 insgesamt 440 Millionen Euro für „gebaute Verkehrssicherheit“ aus

Donnerstag, 15 September 2016 22:26
Bayern gibt bis 2020 insgesamt 440 Millionen Euro für „gebaute Verkehrssicherheit“ aus Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Entgegen dem bundesweiten Trend war die Zahl der Verkehrstoten in Bayern in den letzten zwei Jahren rückläufig. „Wir wollen die Zahl der Verkehrstoten in Bayern weiter minimieren“, bekräftigte Bayerns Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) auf dem Forum „Gebaute Straßenverkehrssicherheit“ in München. Die „gebaute Verkehrssicherheit“ an Bundesfern- und Staatsstraßen sei eine der tragenden Säulen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Eck sagte: „Bis 2020 sind dafür insgesamt 440 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln vorgesehen.“

Seit 40 Jahren forscht die Zentralstelle für Verkehrssicherheit in Bayern zu den Auswirkungen baulicher Veränderungen auf das Unfallgeschehen. Mithilfe von Polizeidaten werden elektronisch erzeugte Unfallkarten für die Autobahnen und die Bundes- und Staatsstraßen in Bayern erstellt. Insgesamt 107 Unfallkommissionen in Bayern mit mehr als 350 Mitgliedern werten die Daten aus. 

Der Verkehrsstaatssekretär lobte dieses Verfahren: „Wir vernetzen unsere Polizeidienststellen mit den Verkehrsbehörden und unseren staatlichen Bauämtern. So können detaillierte Erkenntnisse über die komplexen Zusammenhänge zwischen schweren Verkehrsunfällen und der Straßengestaltung gewonnen werden.“

Im letzten Jahr verloren im Freistaat 614 Personen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, wobei sich die meisten tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen ereigneten und der Anteil getöteter Motorradfahrer stieg.

Gerhard Eck sieht sich durch die Ergebnisse einer bayernweiten Auswertung bestätigt. So übersteige der volkswirtschaftliche Nutzen von baulichen Verbesserungsmaßnahmen an Unfallhäufungsstellen im außerörtlichen Bundes- und Staatsstraßennetz deren Gesamtkosten um mehr als das Zwölffache.

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