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Freie Demokraten fordernUmweltbundesamt zu politischer Zurückhaltung auf

Bayern-FDP weist Forderung nach höherem Mehrwertsteuersatz für tierische Lebensmittel zurück

Freitag, 06 Januar 2017 19:47
Bayern-FDP weist Forderung nach höherem Mehrwertsteuersatz für tierische Lebensmittel zurück Foto: FDP Bayern

München - Die Präsidentin des Umweltbundesamtes hat eine Mehrwertsteuer-Erhöhung für tierische Lebensmittel gefordert, weil die landwirtschaftliche Fleisch- und Milcherzeugung – etwa durch Methan-Emissionen – massiv zum Klimawandel beitrage. Umweltbundesamts-Chefin Maria Krautzberger sagte: „Tierische Nahrungsmittel sollten künftig mit den regulären 19 Prozent besteuert werden.“ Bislang wird auf tierische Produkte und die meisten anderen Grundnahrungsmittel ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent erhoben.

Die bayerische FDP hat die Forderung nach einer höheren Mehrwertsteuer für tierische Lebensmittel scharf zurückgewiesen. FDP-Landesvorsitzender Albert Duin erklärte: „Eine Strafsteuer für Fleisch, Milch und Eier? Bislang kannten wir solche Gaga-Vorschläge nur von den Grünen. Das deutsche Mehrwertsteuersystem ist schon kompliziert genug. Jetzt soll das Finanzamt auch noch differenzieren, ob ein Keks Butter oder Margarine enthält? Ob Ei drin ist oder kein Ei? Das ist doch verrückt.“

Die Mehrwertsteuer sei nicht dazu da, um die Bürger zu politisch korrektem Essverhalten zu erziehen. Das Umweltbundesamt solle aufhören, den Bürgern ihren Schweinebraten madig zu machen, forderte der FDP-Politiker.Duin stellte fest: „Was bei den Leuten auf den Teller kommt, geht den Staat nichts an. Jeder soll selbst entscheiden, ob er Tierprodukte isst oder nicht – dafür braucht es keine staatliche Nanny.“

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