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Ausgangsbeschränkungen

Bayern beschränkt Bürgerrechte im Kampf gegen Coronavirus

Samstag, 21 März 2020 23:38

München - Seit den Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Coronakrise, die in Bayern nun in Kraft sind, fragen sich viele Bürger, was sie eigentlich noch dürfen und was nicht mehr. Präzise Auflistungen sind nur schwer zu finden, außer man „arbeitet“ sich durch unzählige Artikel in den verschiedensten Medien durch. Hier finden sie eine Zusammenfassung, die jedoch auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt (alle Angaben sind ohne Gewähr von Richtigkeit und Vollständigkeit).

  • Falls Sie zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen sich nicht an Ihrem Wohnort aufhielten, dürfen Sie zurückkehren.
  • Arztbesuche sind erlaubt – es empfiehlt sich jedoch vorher eine telefonische Kontaktaufnahmen. 
  • Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet, wenn Sie alleine unterwegs sind. Angehörige des Hausstandes dürfen dabei sein. Gruppenbildungen sind nicht gestattet.
  • Aufenthalt im eigenen Garten, sowie Grillen ist dort erlaubt. Grillpartys jedoch nicht, sowie das Einladen von Nachbarn und Freunden.
  • Bei Gesprächen mit Nachbarn über den Gartenzaun ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
  • Einkaufen dürfen Sie, aber nur alleine. Außer Sie benötigen alters- oder gesundheitsbedingt Hilfe.
  • Gassi gehen mit dem Hund ist erlaubt – auch hier ist wieder auf den Mindestabstand von 1,5 m zu achten
  • Kinder sollten nicht mit Kindern aus anderen Familien spielen
  • Sie sollten dafür sorgen, dass Ihre Kinder so wenig Außenkontakt wie möglich haben. Schicken Sie Ihre Kinder nicht selbst einkaufen.
  • Sorgerecht: Minderjährige zu begleiten und das Sorgerecht wahrzunehmen, ist erlaubt. Kinder können deswegen dem jeweils anderen Elternteil übergeben werden.
  • Handwerker dürfen kommen, wenn zu Hause ein Notfall vorliegt, beispielsweise ein Wasserschaden
  • Sie dürfen zur Post gehen, deshalb sind die Postämter auch offen
  • Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs sind erlaubt
  • Bei Behördengängen ist zu überlegen, was man verschieben kann und was unbedingt sein muss. Die meisten Behörden sind für den Publikumsverkehr geschlossen.
  • Kirchen oder Moscheen dürfen, soweit sie geöffnet sind, alleine besucht werden. Gottesdienste finden jedoch nicht statt. Die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis sind möglich.
  • Man darf zu seinem Lebenspartner auch gemeinsames Spazierengehen. Mit „Lebenspartner“ ist die Beziehunggemeint, unabhängig von der Rechtsform.
  • Es ist nicht gestattet Freunde zu besuchen oder zu sich nach Hause einzuladen. Auch gemeinsame sportliche Aktivitäten sind zu unterlassen.
  • Ob man zur Arbeit muss, ist mit dem Arbeitgeber zu klären. Die Arbeitgeber sind jedoch aufgefordert, den Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m auch bei der Arbeit sicherzustellen.
  • Sowohl Anwalts- als auch Steuerberaterkanzleien können weiterhin arbeiten, um beispielsweise telefonische Beratungen durchzuführen - Als Mandant kann man die Kanzleien nicht mehr aufsuchen. 

Zudem sind stichprobenartige polizeiliche Kontrollieren von Personen vorgesehen, die sich im öffentlichen Raum aufhalten. Es werden auch die Polizeistreifen besonders verstärkt, um überall verstärkt Polizeipräsenz wahrnehmen zu können. Geldbußen können bis zu 25.000 € verhängt werden, bei einem vorsätzlichen Verstoß gegen die Auflagen drohen bis zu fünf Jahre Haft, falls jemand dadurch angesteckt wurde.

Letzte Änderung am Sonntag, 22 März 2020 12:45
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