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Gattin des Altbundespräsidenten ist der FDP im Ländle peinlich

Barbara Scheel findet Frauke Petry (AfD) „sympathisch und hochintelligent“

Montag, 28 März 2016 20:15
Alt-Bundespräsident Walter Scheel (rechts) war der Stolz der FDP Alt-Bundespräsident Walter Scheel (rechts) war der Stolz der FDP

Breisach – Die FDP distanziert sich von Barbara Scheel. Grund sind Äußerungen der Frau des an Demenz erkrankten Altbundespräsidenten Walter Scheel nach dem Besuch einer Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in Breisach (Baden-Württemberg). Barbara Scheel hatte gesagt, sie finde die AfD-Chefin Frauke Petry „sympathisch und hochintelligent“.

Nun will der FDP-Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald um seinen Vorsitzenden  Richard Breitenbücher klarstellen, dass dies nicht der Ansicht der Liberalen entspricht, deren Mitglied die Gattin des früheren Bundespräsidenten allerdings gar nicht ist. In den sozialen Medien macht man sich deswegen mitunter lustig über die als überzogen empfundene Reaktion der FDP. Objektiv betrachtet erscheint es tatsächlich einigermaßen skurril, dass die Freidemokraten einzig und allein wegen des Umstands, dass Barbara Scheel mit dem früheren FDP-Minister und späteren Bundespräsidenten Walter Scheel verheiratet ist, fürchten, deren persönliche Ansichten könnten in der Öffentlichkeit quasi als Parteiposition missverstanden werden.

Darüber hinaus wären Barbara Scheels Sympathiebekundungen für Frauke Petry weitgehend unbeachtet geblieben, hätten Breitenbücher und die FDP diese nicht aufgegriffen. Wieder einmal verschafft man der AfD in Breisach, die von Volker Kempf, einem früheren Weggefährten des Grünen-Mitbegründers Herbert Gruhl, geleitet wird, von außen ein Maß an Publicity, das sie von sich aus nicht wohl nicht erreicht hätte. Ob dies der FDP nennenswerte Pluspunkte verschafft, darf angezweifelt werden.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 März 2016 20:17
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