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Laut FDP droht ein Wertverlust für Diesel-Fahrzeuge und die Quasi-Enteignung ihrer Besitzer

Auch Bayerns FDP-Generalsekretär Daniel Föst erteilt Diesel-Fahrverboten eine Absage

Freitag, 16 Juni 2017 20:30
Daniel Föst (FDP) Daniel Föst (FDP) Quelle: Daniel Föst

München - Nach Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Landtagsfraktion der Freien Wähler hat sich auch die bayerische FDP gegen das von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ins Spiel gebrachte flächendeckende Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in der Münchner Innenstadt ausgesprochen.

Daniel Föst, Generalsekretär der bayerischen Liberalen, sagte: „Die FDP lehnt ein Diesel-Fahrverbot ab. Die Luftqualität in den Städten ist heute deutlich besser als vor 20, 30 oder 40 Jahren. Ein Fahrverbot für Diesel-Pkw wäre völlig unverhältnismäßig.“ Nach den derzeit diskutierten Plänen würde fast die Hälfte der zugelassenen Diesel-Autos aus der Innenstadt verbannt. Für die betroffenen Fahrzeuge bedeute das einen massiven Wertverlust und für die Fahrzeugbesitzer die Quasi-Enteignung. Ein Fahrverbot treffe ausgerechnet diejenigen Bürger, die sich nicht alle zwei Jahre ein neues Auto leisten könnten und damit die „kleinen Leute“, denen sich die SPD angeblich so verbunden fühle, so Föst.

Der FDP-Politiker mahnte: „München sollte lieber den stehenden Verkehr verflüssigen – das würde Umwelt und Gesundheit genauso nützen wie den Autofahrern. Außerdem sollte die Stadt in den ÖPNV investieren und Radschnellwege bauen, um attraktive Alternativen zum Pkw zu schaffen. Mit einem Fahrverbot demonstriert Oberbürgermeister Reiter nur seine Hilflosigkeit.“

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