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Einfamilienhäuser verbieten

Anton Hofreiter (Grüne) äußert sich negativ kritisch zum Bau neuer Einfamilienhäuser

Sonntag, 14 Februar 2021 15:26
Anton Hofreiter (Jahrgang 1970) lebt in manchen seiner Ideen sozialistische Konzepte aus. Anton Hofreiter (Jahrgang 1970) lebt in manchen seiner Ideen sozialistische Konzepte aus. Quelle: Bündnis90/Grüne

Berlin - „Einfamilienhäuser verbrauchen viel Fläche, viele Baustoffe, viel Energie, sie sorgen für Zersiedelung und damit auch für noch mehr Verkehr. Wir leben in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens“, äußerte sich Hofreiter am 12.02.2021 dem Magazin „Der Spiegel“ gegenüber. Laut Hofreiter sorgten sich die Grünen um die Lebensgrundlagen und auch um den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Einfamilienhäuser würden hingegen eine positive Entwicklung in dieser Hinsicht behindern. In den Städten herrsche eine „gigantische Wohnungsnot“ und die Preise würden explodieren. Daher sollten die Bebauungspläne der Kommunen dafür sorgen, dass der knappe Raum so gut wie möglich genutzt werde.

Weiter erklärte Hofreiter, dass er es richtig finde, dass Gemeinden im Notfall enteignen dürften. Dorfkerne dürften nicht veröden und stattdessen am Rand neu gebaut werden, weswegen man bei unklaren Besitzverhältnissen, streitenden Erbengemeinschaften und vergleichbaren Fällen entsprechende Instrumentarien benötige, wenn die Neuschaffung von Wohnraum gefährdet sei.

Entsprechende Initiativen seiner Partei sind auch aus den Städten Hamburg und Köln bekannt, wo man bereits den Neubau von Einfamilienhäusern verhindert bzw. behindern möchte.

Die Grünen wagen sich mit den genannten Vorschlägen an den Traum vieler Deutscher vom Eigenheim im Grünen und wollen anscheinend mit der Bevorzugung von Geschoßwohnungen den Auftakt zu einer neuen sozialistischen Ära in Deutschland setzen. Der Plattenbau ist tot, es lebe der Plattenbau!

Geschoßwohnungen sollen nach Vorstellung der Grünen in Köln in Zukunft nur auf bereits versiegelten Flächen wie Industriegebieten, Parkplätzen, Straßen, Gleisen oder Supermärkten entstehen. Insgesamt müssten sich die Menschen an Downsizing, also viel weniger Wohnraum als aktuell, gewöhnen. So könnten Senioren daher zukünftig in Wohngemeinschaften zusammenleben. Vorschläge der Grünen, die sich gerade im Rahmen der Erfahrungen aus der aktuellen Pandemie ja geradezu aufdrängen müssen.

Entgegen der grünen Träumereien von einem höheren gesellschaftlichen Zusammenhalt werden durch entsprechendeProjekte an vielen Stellen eher optische und gesellschaftliche Risse zu gewachsenen Ortsstrukturen entstehen. Die Bildung von Ghettos in vergleichbaren Wohnvierteln sowie ein hohes Maß an Anonymität und mangelndem gesellschaftlichen Zusammenhalt sind bekannte Begleiterscheinungen entsprechender städtebaulicher Strukturen.

Richtig ist natürlich, dass der Flächenverbrauch auch in Bayern insgesamt massiv eingedämmt werden sollte und vermehrt Bautechniken zur Anwendung kommen müssen, die weniger energieintensiv sind, weniger Ressourcen verbrauchen und weniger Ausstoß von CO2 verursachen. Eine weitere Zersiedelung der Landschaft muss um jeden Preis vermieden werden. Dies kann jedoch keinesfalls dadurch erreicht werden, dass man die „Menschen, die schon länger hier leben“ (überkommen auch noch manchmal als „Deutsche“ bezeichnet) ihrer Rechte, ihrer Träume und Zieleoder ihres kulturell gewachsenen Lebensstils beraubt.

Vielmehr muss auf Seiten der Grünen eingestanden werden, dass insbesondere die ziellose und ungefilterte „Willkommenskultur“ der letzten Jahre ein großer Fehler war. Zuwanderung muss möglich sein, jedoch auch mit ökologischen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekten und Anforderungen verbunden werden. Nicht jede Form der Zuwanderung ist auch ein Gewinn für unser Land. Migration und Asylrecht müssen strikt getrennt werden. Das Aufstapeln von „Menschen, die schon länger hier leben“ bzw. wohnen in Geschoßwohnungen ist keine gangbare und akzeptable Lösung für eine zunehmende Überbesiedelung in Deutschland. Erst recht wird dadurch das soziale Klima nicht verbessert, sondern es werden lediglich neue Parallelgesellschaften gefördert sowie die weitere Radikalisierung leistungsbereiter, leistungsfähiger und leistungswilliger Bürger vorangetrieben.

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