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Alexander Thal vom Flüchtlingsrat sehr besorgt

Ankerzentrum Geldersheim klagt über hohen Stand an mit Covid19 infizierten Flüchtlingen

Donnerstag, 23 April 2020 00:36

Geldersheim - Die Tatsache, dass unter Flüchtlingen, die Anzahl an Corona-Infizierten besonders hoch ist, wird in den Medien nur selten, oder besser, wenn überhaupt nur „ungern“ kommuniziert. Vermutlich ist das deshalb so, weil die Regierenden nicht einmal jetzt, trotz Corona-Krise, bereit sind, die Grenzen auch für diesen Personenkreis zu rigoros zu schließen. Dazu ein aktuelles Beispiel aus Bayern:

109 Corona-Fälle im Ankerzentrum Geldersheim

Laut Angaben der Regierung von Unterfranken sind von den 600 Bewohnern des Ankerzentrum für Flüchtlinge in Geldersheim 109 Personen mit dem Virus infiziert. 65 Personen davon stehen unter „strenger Quarantäne“. Alle Asylbewerber dürfen das Ankerzentrum nicht verlassen und es gilt eine Schutzmaskenplicht, auch ein Ärztezentrum wurde auf dem Gelände zur Betretung der Infizierten eingerichtet. Die Zimmer der Bewohner hätten eigene Bereiche zum Duschen. Das reicht jedoch nicht.

Hotelunterbringung gefordert

Der enorme Aufwand rund um die Unterkunft ist jedoch dem Bayrischen Flüchtlingsrat nicht ausreichend genug. Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats forderte in einer Pressemitteilung, die Bewohnern sollten dezentral untergebracht werden. Tahl wörtlich:

„Wir fordern die Staatsregierung ultimativ auf, die Flüchtlingslager zu schließen und die Bewohnerinnen und Bewohner schnellstmöglich in leerstehenden Hotels und Jugendherbergen unterzubringen!“

Begründet wird die Forderung dahingehend, dass die Flüchtlinge in der Sammelunterkunft einem besonderen Risiko ausgesetzt seien. Dass dann jede einzelne dezentrale Unterkunft wohl einen eigenen Betreuer- und Bewacher Stab erfordere, was wiederum mit enormen Zusatzkosten verbunden wäre, spielt natürlich keine Rolle. Vor diesem Hintergrund darf die Frage erlaubt sein, warum es den Regierenden nach wie vor ein Bedürfnis ist, Leute in ein derart gefährliches „Notstandsgebiet“ hereinzulassen und wie jetzt sogar noch einzufliegen.

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