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Wahrscheinliches Ausweichen abseits der Piste

Andreas Winhart (AfD) sieht in Söders Skiverbot auch eine Gefährdung von Wildtieren in den Bergen

Samstag, 05 Dezember 2020 22:16
Der erste Schnee lockt Touristen in die Berge. Der erste Schnee lockt Touristen in die Berge. Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Verlängerung des Verbots von Skitourismus, Lift- und Gondelbetrieb bis zum 10. Januar verkündet. Nicht nur zahlreiche Liftbetreiber sowie Hotel- und Gaststätteninhaber in Bayern haben diese Entscheidung kritisiert, sondern auch Tier- und Umweltschützer weisen auf die ökologischen Schäden der neuerlichen Maßnahmenverlängerung hin.

Der jagdpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Andreas Winhart, stellt dazu fest:

„Wieder einmal hat der Ministerprädient in einem Alleingang viele Menschen mit einer nicht nachvollziehbaren Entscheidung vor den Kopf gestoßen.

Söders Corona-Tunnelblick gefährdet neben den Menschen, die vom Tourismus leben, nun auch die Tierwelt und ihren Lebensraum in den bayerischen Bergen.

Wenn jetzt die Skilifte und Gondeln geschlossen bleiben, ist zu erwarten, dass sich hunderte Touristen und Skiwanderer außerhalb der präparierten Wege und Pisten durch die Wälder bewegen.

Ein solcher Ansturm könnte für die Wildtiere, ihren Gesamtbestand und ihre gesundheitlichen Verhältnisse fatale Folgen haben. Insbesondere in den Wintermonaten ist Ruhe für die Wildtiere von entscheidender Bedeutung. Schon seit Jahren weisen Wildschützer und Jäger die Touristen darauf hin, dass die Wildtiere bei ihrer artgemäßen Überwinterung nicht gestört werden sollen.

Aus diesem Grund fordere ich Ministerpräsident Söder auf, seine Entscheidung zu überdenken und den Tierschutz zu beachten. Darüber hinaus werden durch das Lift- und Gondelverbot auch die Rettungseinsätze der Bergwacht gefährdet und damit Menschenleben aufs Spiel gesetzt.

Herr Söder, erlauben Sie den Menschen, in den bayerischen Bergen auf geordnete Weise Wintersport zu betreiben! Gerade in der Natur besteht am wenigsten Ansteckungsgefahr, und die Skiliftbetreiber haben aufwändige Hygienekonzepte ausgearbeitet.“

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