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Vermummte Linksradikale störten AfD-Wahlparty in München

AfD-Sympathisant und Rapper Chris Ares weist Schläger-Vorwurf der Medien scharf zurück

Freitag, 09 September 2016 17:57
Stellungnahme Chris Ares - Vorfälle AfD Wahlparty (München) // wie Medien die Wahrheit verdrehen Stellungnahme Chris Ares - Vorfälle AfD Wahlparty (München) // wie Medien die Wahrheit verdrehen Quelle: Screenshot - Youtube - CHRIS ARES OFFIZIELL

München - Am Sonntagabend feierten Freunde und Mitglieder der Münchner AfD den Wahlerfolg ihrer Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Am Rande der Wahlparty in einem Restaurant am Münchner Ostbahnhof kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, als kurz vor 18.00 Uhr etwa 30 vermummte Demonstranten der „Antifa“ mit Journalisten und Fotografen im Schlepptau vor das Veranstaltungslokal zogen.

Überregionale Medien berichteten daraufhin, dass sich Besucher der Feier den Linken entgegengestellt und Fotografen getreten und geschlagen hätten.

In den sozialen Netzwerken kursierende Fotos zeigen den Münchner Rapper Chris Ares in einer kampfsportartigen Haltung. Völlig unklar ist jedoch, ob die Bilder einen Notwehrakt oder einen Angriff des Musikers zeigen, der auch für das „Bündnis Deutscher Patrioten“ aktiv ist.

In einer ersten Facebook-Wortmeldung schrieb Chris Ares: „Heute griffen mich und meinen Bruder 30 vollvermummte Extremisten an. Mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Bannern bewaffnet, wollten uns die Bübchen Angst machen. Na ja, Gegenteiliges war der Fall.“

Am Mittwoch lud der Rapper auf der Videoplattform Youtube eine 20-minütige Stellungnahme hoch und schilderte das Geschehen aus seiner Sicht.

Demnach sei vor der Gaststätte ein friedlicher AfD-Anhänger von den Gegendemonstranten körperlich attackiert worden. Als er gesehen habe, dass der junge Mann unterhalb des Auges blutete und ein guter Freund von einer Glasflasche getroffen wurde, sei er den Angegriffenen zu Hilfe gekommen. Einer der Fotografen habe ihn dann mit Reizgas besprüht. Diesen Augenblick hätten die anderen Fotografen natürlich nicht festgehalten, sehr wohl aber den Moment, in dem er versucht habe, dem Linksradikalen sein CS-Gas oder Pfefferspray aus der Hand zu treten.

Chris Ares kündigte an, alles ihm Mögliche zur Aufklärung der Vorkommnisse beizutragen und die wirklichen Aggressoren zu überführen. In seinem Youtube-Video präsentiert er entsprechendes Bildmaterial. In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es: „Was sich im Einzelnen vor der Gaststätte ereignet hat, bedarf noch weiterer Ermittlungen. Das Kommissariat 43 (Staatsschutz) hat die Ermittlungen aufgenommen.“

Die „Huffington Post“ zitiert den AfD-Kreisvorsitzenden im Münchner Osten, Wilfried Biedermann, mit der Aussage, „dass die AfD mit dem Vorfall nichts zu tun“ habe.

Letzte Änderung am Freitag, 09 September 2016 19:25
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