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Junge Alternative für Deutschland (JA) widerlegt Liedaussagen

AfD-Jugendorganisation entlarvt Falschaussagen im Anti-AfD-Lied von „Jennifer Rostock“

Freitag, 02 September 2016 23:59
Facebook-Bild der Jungen Alternative zu Jennifer Rostock Facebook-Bild der Jungen Alternative zu Jennifer Rostock

Schwerin/Berlin - Weil die AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September nach jüngsten Umfragen ein politisches Erdbeben auslösen und noch vor der CDU zweitstärkste Kraft werden könnte, schrillen bei den etablierten Parteien und Unterstützern der Merkelschen Flüchtlingspolitik die Alarmsirenen.

Dazu gehört auch die in Berlin lebende, aber aus Zinnowitz auf der Insel Usedom stammende Jennifer Weist mit ihrer Punkrock-Band „Jennifer Rostock“. Musikalisch begleitet von Keyborder Johannes Walter veröffentlichte sie nun auf Facebook ein Musikvideo mit der Hauptaussage „Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber“. Das Lied, das in den sozialen Medien viel zustimmende und ablehnende Aufmerksamkeit erfährt, ist eine polemische Abrechnung mit der AfD, zu deren Wahl ironisch aufgerufen wird.

Der Hype um ihr „Wähl-nicht-die-AfD-Lied“ scheint der Band auch aus Gründen der Selbstvermarktung sehr gelegen zu kommen, denn am 9. September erscheint ihr neues Album.

Jennifer Weist erklärte, sie habe das Parteiprogramm der AfD kritisch durchgearbeitet. Das Ergebnis klingt im zweiminütigen Lied dann so: „Bist du alleinerziehend und willst nicht, dass der Staat dich unterstützt, dann wähl die AfD“ oder „Drei Kinder pro Familie, Mann im Job und Frau am Herd, das will die AfD“. An anderer Stelle werden alle, die „ein bisschen chauvi und ganz schön homophob“ sind, zur Stimmabgabe für die AfD aufgerufen.

Die AfD-Jugendorganisation, die Junge Alternative für Deutschland (JA), hat sich die Mühe gemacht, die Liedaussagen genauestens mit dem Grundsatzprogramm der AfD zu vergleichen, um Jennifer Weist der haltlosen Unterstellungen und Falschaussagen zu überführen.

Zur Behauptung, die AfD lehne eine Unterstützung für Alleinerziehende ab, stellt der Parteinachwuchs mit genauen Quellenangaben klar: „Das Gegenteil ist richtig. Die Forderung nach finanzieller Entlastung für Eltern und Alleinerziehende findet sich gleich an mehreren Stellen des Programms.“

Die Unterstellung, die AfD fordere die Drei-Kind-Familie, wird mit dem Hinweis gekontert: „Diese Forderung kommt im Programm nicht vor. Lediglich das Ende der finanziellen Schlechterstellung von Familien mit Kindern wird gefordert.“

Die AfD-Jugend entkräftet mit Verweis auf Parteiprogramm-Aussagen auch die Behauptungen der Punkrockerin, die AfD befürworte ein Abtreibungsverbot, wolle eine Steuerpolitik zum Wohle von Großverdienern, lehne den Mindestlohn ab und sei für die Kürzung von Sozialleistungen.

Vor allem den Vorwurf der Homophobie weist die Junge Alternative zurück. Dazu heißt es: „Im gesamten Programm der AfD findet sich keine Forderung, die Homosexuelle schlechter stellen würde, als sie es heute sind. Dazu sei erwähnt, dass die Interessengruppe ‚Homosexuelle in der AfD‘ breite Anerkennung in der AfD genießt. Wir haben Amtsträger und Mandatsträger, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben. Die AfD respektiert diese Beziehungen als absolute Privatsache.“

Der AfD-Nachwuchs resümiert: „Von zehn Thesen hat nachweislich nicht eine Einzige auch nur den geringsten Wahrheitsgehalt. Das kommt dabei heraus, wenn sich quietschende Küstenbarbys zu politischen Themen äußern.“

Letzte Änderung am Samstag, 03 September 2016 06:06
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