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Auftrag für Schlapphüte lässt weiter auf sich warten

AfD Bayern noch kein Verdachtsfall für Beobachtung durch den Verfassungsschutz

Dienstag, 16 Juni 2020 22:02
Die AfD Bayern ist bislang noch kein Auftrag für Schlapphüte Die AfD Bayern ist bislang noch kein Auftrag für Schlapphüte Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Im Gegensatz zum AfD-Landesverband Brandenburg muss sich die AfD in Bayern noch keine Gedanken machen, durch den Verfassungsschutz detailliert untersucht zu werden. Corinna Miazga, Martin Hebner, Stephan Protschka, Martin Sichert und Kollegen sind derzeit noch kein Verdachtsfall. So erklärt es die Behörde. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Beobachtung durch die Sicherheitsbeamten liege noch nicht vor.

In Brandenburg, so wird aus gut informierten Kreisen kolportiert, habe das nachdrückliche Festhalten am talentierten und doch sehr umstrittenen AfD-Fraktionschef Andreas Kalbitz den Verfassungsschutz in Stellung gebracht. Kalbitz, so liest es sich aus dem Blickwinkel von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen und dessen Stellvertreterin Beatrix von Storch, wurde zuletzt seine Mitgliedschaft in der AfD durch Beschluss des Bundesvorstandes entzogen. Kalbitz habe bei der Aufnahme in die AfD seine wildromantische Vergangenheit in rechtesten Kreisen verschwiegen. Trotzdem erklärte sich der Landesverband Brandenburg mit Andreas Kalbitz solidarisch. Nun schauen James Bond und Co. genauer hin.

Auch in Bayern galt die AfD zeitweise als besonders rechtslastig. Vor allem fleißige Schaffer wie Benjamin Nolte oder Georg Hock fielen da auf. Doch unter dem neuen Landesvorstand um Corinna Miazga MdB, Hansjörg Müller MdB und Gerd Mannes MdL wurde der Umgangston gegenüber dem politischen Gegner frecher und lauter, aber weniger beinhart.

Man darf davon ausgehen, dass die AfD Bayern ihren festen Platz im Parteiensystem bereits gefunden hat. Die Wähler im Freistaat goutieren aber keine politische Nähe zu extremen politischen Positionen. Schon die Bayern SPD kann ein Lied davon singen, wie unattraktiv man für Wähler zwischen Aschaffenburg und Garmisch-Partenkirchen wirkt, wählt man einen politischen Extremkurs.

Die CSU war da immer geschmeidiger. Allen etwas zu bieten, ist auch der (bislang) erfolgreiche Kurs von Ministerpräsident Markus Söder.

Letzte Änderung am Mittwoch, 17 Juni 2020 15:06
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