bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Keine generelle Feindseligkeit gegenüber Ausländern

56 Prozent aller Bayern zeigen laut neuer Studie eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen

Mittwoch, 02 November 2016 17:26
56 Prozent aller Bayern zeigen laut neuer Studie eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Das Institut für Soziologie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hat eine neue Studie zu „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Bayern“ vorgestellt. Demnach zeigen 35 Prozent der 1.731 Befragten eine „mittlere“ ablehnende Haltung gegenüber Muslimen und 21 Prozent sogar eine „starke“ Ablehnung. 34 Prozent hätten noch eine „schwache gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ in Bezug auf Muslime und die restlichen Befragten haben laut Studie gar keine Vorbehalte gegenüber Anhängern dieser Religion.

„Insgesamt ist schon eine deutliche Ablehnung da“, fasste Soziologe Christian Ganser von der Ludwig-Maximilians-Universität die Ergebnisse salopp zusammen. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ sei ein verbreitetes Phänomen, insbesondere die Abwertung von Muslimen, Langzeitarbeitslosen, Sinti und Roma sowie Asylbewerbern. Eine feindselige Einstellung gegenüber Ausländern allgemein sowie klassischer Rassismus fänden jedoch kaum Zustimmung.

Für die Studie wurden drei Thesen aufgestellt, zu denen sich die Befragten auf einer mehrstufigen Skala zustimmend oder ablehnend äußern konnten. Die Aussagen waren: „Die muslimische Kultur passt gut nach Deutschland“, „Die Sitten und Bräuche des Islam sind mir nicht geheuer“ und „Es gibt zu viele Muslime in Deutschland“.

Die Studie wurde von verschiedenen Organisationen und Institutionen gefördert, die sich erklärtermaßen gegen Rechtsextremismus und Rassismus einsetzen.

Neben den bayernweiten Ergebnissen wird für die Landeshauptstadt München eine eigene Auskoppelung der Forschungsergebnisse veröffentlicht.

Artikel bewerten
(11 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten