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Bürgertelefon als Beitrag zum Bürokratieabbau im Ehrenamt

„Sorgentelefon Ehrenamt“ soll bei Planung bayerischer Vereins- und Traditionsfeiern helfen

Montag, 03 Oktober 2016 16:55

München - Am 30. September 2016 wurde das „Sorgentelefon Ehrenamt“ der bayerischen Staatsregierung in Betrieb genommen. Unter der Telefonnummer 089/1222212 kann sich jeder ehrenamtlich Tätige direkt bei der Staatskanzlei melden, wenn er Probleme bei der Planung und Organisation von Vereins- und Traditionsfeiern wie beispielsweise Feuerwehr-, Schützen-, Burschenvereins- und Sportfesten sowie Trachtenumzügen hat.

Staatskanzleiminister Marcel Huber (CSU) hat das Bürgertelefon als einen weiteren Baustein zum Bürokratieabbau im Ehrenamt eingerichtet. „Als Bürokratieabbau-Minister liegt mir sehr daran, dass den Menschen, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren, keine Steine in den Weg gelegt werden“, sagte er. „Wenn es bei der Veranstaltungsplanung vor Ort bürokratische Hürden gibt, wollen wir mithelfen, diese schnell und direkt mit den für die Genehmigungen zuständigen Behörden zu klären, damit das geplante Fest auch stattfinden kann.“ Ehrenamtliches Engagement sei ein Stück bayerische Identität und müsse erhalten bleiben.

Das „Sorgentelefon Ehrenamt“ wird von „BAYERN.DIREKT“, der Servicestelle der Staatsregierung in der Staatskanzlei, gemeinsam mit einem Expertenteam für Bürokratieabbau und Deregulierung betreut und soll Fragen rund um die Durchführung von Vereinsfeiern und Brauchtumsfesten beantworten. Ansprechpartner für allgemeine Fragen rund um das Ehrenamt wird auch weiterhin das zuständige Sozialministerium bleiben, das hierzu mehrere Beratungs- und Hilfsangebote macht.

Die Offensive zum Bürokratieabbau im Ehrenamt hatte Staatskanzleiminister Huber im April dieses Jahres gestartet. Ein wesentlicher Beitrag dazu soll die Entwicklung eines praxisorientierten, leicht verständlichen Leitfadens für die erfolgreiche Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten sein. Dieser befindet sich gerade in der Abstimmung mit den wichtigen Akteuren und wird voraussichtlich Anfang 2017 fertiggestellt sein.

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