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Antwort von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) auf Anfrage der FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein

Österreich: Ein-Euro-Jobs für Asylbewerber würden Arbeitsmarktsituation weiter verschärfen

Samstag, 14 Januar 2017 06:18
Alois Stöger Alois Stöger Quelle: de.wikipedia.org | SPÖ Presse und Kommunikation | CC BY-SA 2.0

Budapest – Die von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vorgeschlagenen Ein-Euro-Jobs für Asylwerber könnten die heimische Arbeitsmarktsituation weiter verschärfen. Diese Befürchtung äußerte kürzlich die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein nach einer Parlamentsanfrage. Bisher künstlich durch öffentliche Förderung geschaffene Beschäftigungsverhältnisse für schwer vermittelbare Arbeitskräfte würden massive Konkurrenz bekommen, so die freiheitliche Politikerin.

In seiner Antwort auf die Anfrage der FPÖ-Politikerin räumt Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) ein, dass bereits jetzt in den von Kurz und Sobotka für Asylwerber angepeilten Beschäftigungsfeldern in den letzten Jahren nicht weniger als 135.000 Arbeitsplätze über sogenannte Sozialökonomische Betriebe mit finanzieller Förderung aus dem Budget des Arbeitsmarktservice (AMS) geschaffen worden seien. 

Konkret würden durch Ein-Euro-Jobs für Asylwerber 8.688 Arbeitsplätze von Einheimischen im sozialökonomisch organisierten Baugewerbe, 4.952 in der Gastronomie, 4.623 in der Grünraumbewirtschaftung, 4.321 in der Textil- und Secondhandbranche, 3.921 im Recycling- und Reparaturbereich und 3.768 in Handel und Gewerbe potenziell gefährdet. Die Antwort des SPÖ-Sozialministers offenbart die Unstimmigkeiten innerhalb der österreichischen Regierung in Bezug auf Flüchtlingsfragen.

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