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Polizeifunk erfreut sich wachsender Zuhörerschaft

CSU will Länderpolizeien an Rundfunkgebühren der öffentlich-rechtlichen Sender beteiligen

Montag, 03 April 2017 21:17

München - Wegen steigender Hörerzahlen des Polizeifunks hat die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag die Beteiligung der Länderpolizeien an den Rundfunkgebühren der öffentlich-rechtlichen Sender gefordert.

„Der Polizeifunk erfreut sich einer wachsenden Zuhörerschaft und hat bereits eine höhere Einschaltquote als viele Radiosendungen. Und öffentlich-rechtlich ist der Polizeifunk in einer gewissen Weise ja auch“, sagt der CSU-Landtagsabgeordnete Florian Herrmann. Die Einnahmen sollten den Polizisten im Einsatz in Form einer verbesserten Ausstattung zugutekommen. So sei zu prüfen, ob mit den Gebühren-Einnahmen die jetzt eingeführten Bodycams mit verbesserten Mikrofonen ausgestattet werden könnten. Herrmann argumentiert: „Damit könnten wir eine bessere Tonqualität im Polizeifunk erzielen, was wiederum den Zuhörern einen höheren Hörgenuss liefern würde.“

Langfristig müssten die Polizisten im Rahmen ihrer Ausbildung trimediale Kompetenz vermittelt bekommen. „Wir müssen da mit den öffentlich-rechtlichen Medienhäusern mithalten, weil die Gebührenzahler zu Recht hohe Ansprüche stellen“, erklärt der Innenexperte seiner Fraktion.

Den Vorschlag der Grünen, für den Polizeifunk auch GEMA-Gebühren zu erheben, lehnt der CSU-Politiker ab. „Auch wenn unsere Polizisten von manchen Einsätzen ein Lied singen könnten und für mich der Polizeifunk wie Musik in den Ohren klingt, so geht die grüne Abkassiererei doch zu weit. Mir geht es nicht um eine Mehrbelastung der Zuhörer, sondern nur um eine gerechte Einnahmeverteilung unter den besten Programmanbietern“, betont Herrmann.

Durch die Umstellung der bayerischen Polizei auf Digitalfunk können mittlerweile alle Besitzer moderner DAB-Radiogeräte die Polizeinachrichten verfolgen.

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