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Münchner „tz“ büßt bei Abonnenten- und Einzelhandelsverkäufen 8,1 Prozent ein

Auch in Bayern sinken die Verkaufszahlen lokaler Tageszeitungen immer weiter

Freitag, 28 Oktober 2016 20:52

München - Im dritten Quartal dieses Jahres sind die Abonnenten- und Einzelhandelsverkäufe regionaler Tageszeitungen wieder deutlich gesunken. Das belegt die aktuelle Analyse der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW).

Nach Ablauf eines jeden Vierteljahres stellt die IVW den Werbeagenturen, Werbetreibenden und weiteren Interessenten die von ihr erhobenen Auflagenzahlen der deutschen Presse zur Verfügung. Damit sollen objektive Zahlen zum Verbreitungsgrad und der Entwicklung von Werbeträgern geliefert werden.

In Berlin sind die Verluste bei bezahlten Abos und Verkäufen im Einzelhandel – Bordexemplare oder sonstige Verkäufe nicht mitgerechnet – besonders dramatisch ausgefallen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum verloren vier der fünf Berliner Tageszeitungen im dritten Quartal 2016 zwischen 10,2 Prozent und 12,4 Prozent ihrer Käufer. Auch außerhalb Berlins büßten die Regionalzeitungen in den neuen Bundesländern zwischen 3,3 Prozent und 5,6 Prozent ihrer Abonnenten und Einzelkäufer ein.

Dieser Negativtrend in der Zeitungsbranche macht vor Bayern nicht halt, wenngleich die regionalen Tageszeitungen hiervergleichsweise moderat Abonnenten und Einzelkäufer verlieren.

Gestützt auf die IVW-Zahlen für das dritte Quartal 2016 hat das Medienportal „Meedia“ die Verkaufszahlen der bayerischen Tageszeitungen und deren Verluste im Vorjahresvergleich veröffentlicht. Von den 13 größten Zeitungstiteln mit täglich mehr als 50.000 verkauften Exemplaren haben die Münchner „tz“ und die „Frankenpost“ mehr als drei Prozent verloren – die „tz“ sogar 8,1 Prozent. Die „Passauer Neue Presse“ weist nur deshalb ein Plus von 4,0 Prozent auf, weil der Kauf des „Reichenhaller Tagblatts“ und des „Freilassinger Anzeigers“ in die Auflagenberechnung eingeflossen ist. Ohne deren Exemplare läge auch die „Passauer Neue Presse“ im Minus.

 

Die aktuellen Quartalszahlen:

Augsburger Allgemeine mit Allgäuer Zeitung: 286.524 Exemplare, Verlust 6.300 Exemplare (minus 2,2 Prozent); 

Nürnberger Nachrichten: 241.673 Exemplare, Verlust 7.274 Exemplare (minus 2,9 Prozent); 

Münchner Merkur: 230.978 Exemplare, Verlust 5.469 Exemplare (minus 2,3 Prozent); 

Passauer Neue Presse ohne Trostberger Tagblatt: 142.585 Exemplare, Zunahme 5.486 Exemplare (plus 4,0 Prozent); 

Main-Post: 133.451 Exemplare, Verlust 3.301 Exemplare (minus 2,4 Prozent); 

Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung: 115.192 Exemplare, Verlust 2.020 Exemplare (minus 1,7 Prozent); 

tz München: 105.051 Exemplare, Verlust 9.255 Exemplare (minus 8,1 Prozent); 

Mittelbayerische Zeitung: 100.622 Exemplare, Verlust 2.428 Exemplare (minus 2,4 Prozent); 

Fränkischer Tag/Zeitungsring Oberfranken plus Saale Zeitung: 94.867 Exemplare, Verlust 2.455 Exemplare (minus 2,5 Prozent); 

Donaukurier: 80.775 Exemplare, Verlust 708 Exemplare (minus 0,9 Prozent); 

Der neue Tag: 69.257 Exemplare, Verlust 1.769 Exemplare (minus 2,5 Prozent); 

Main-Echo: 66.604 Exemplare, Verlust 1.919 Exemplare (minus 2,8 Prozent); 

Frankenpost plus Neue Presse Coburg: 66.169 Exemplare, Verlust 2.937 Exemplare (minus 4,2 Prozent).

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